Ohren Erkrankungen Leistungen

Ohren

Hören ist einer der wichtigsten Sinne des Menschen. Gutes Hören verbindet uns Menschen im gesellschaftlichen Zusammenleben und ermöglicht uns Bildung und Unterhaltung. Wie bedeutend das für jeden Menschen ist, stellt man erst fest, wenn es zu Hörstörungen oder Hörverlusten kommt.

Um natürlich gut hören zu können, muss jeder Bereich ordnungsgemäß arbeiten. Dies ist ein sehr komplexer Vorgang. Der komplette Hörvorgang darf daher nicht aus dem Gleichgewicht kommen, ansonsten kommt es zu verminderten Hörleistungen. Veränderungen können beispielsweise durch verschiedene Erkrankungen oder Unfälle hervorgerufen werden.

Eines unserer wichtigsten Anliegen ist es, unseren Patienten mit Vorsorge, Diagnose, Beratung und Behandlung bei Gesundheitsstörungen des Hörapparates zur Seite zu stehen und Ihnen so eine möglichst optimale Erhaltung Ihres Hörvermögens zu ermöglichen.

Die Ursachen sind vielfältig und bedürfen dann einer Diagnose vom Facharzt.

Erkrankungen Ohren

Erkrankungen des Hörsystems

Bei vielen Erkrankungen des Hörsystems kann erst durch die gezielte und individuell angepasste Abstimmung diagnostischer Mittel eine sichere Diagnose gestellt werden. Anschließend kann der Patient therapeutisch beraten und behandelt werden. Mögliche Erkrankungen des Hörsystems haben wir Ihnen hier exemplarisch zu Ihrer Information aufgelistet:

Unsere auf den Einzelfall abgestimmten medikamentösen Behandlungswege auf der Basis wissenschaftlicher Empfehlungen führen bei Hörsturz und Tinnitus oft zu einer erheblichen Verbesserung oder gar Normalisierung der anfänglichen Beschwerden. 

Mittelohrerkrankungen, wie das Cholesteatom, die Otosklerose oder die chron. Mittelohrvereiterung lassen sich bezüglich ihrer dauerhaften Beeinträchtigung des Hörvermögen einstufen. Dies stellt eine wichtige Grundlage im therapeutischen Vorgehen dar.

Wir können auch Hörstörungen, die durch eine Erkrankung der Hörnerven im Gehirnraum entstehen, durch besondere Untersuchungsmaßnahmen (Hirnstammhörtest, BERA) frühzeitig erfassen.

Alltägliche Gesundheitsstörungen der Ohren kann eine akute Mittelohrentzündung oder ein Paukenerguss sein. Hier ist eine HNO-fachärztliche Diagnostik erforderlich, z.Bsp. mittels Hörtest, um Defizite des Lernens zu vermeiden und eine dauerhafte Gefährdung des Hörvermögens erkennen zu können.

Ohren – Vorsorge

Spezielle computerunterstützte Hörteste (otoakustische Emissionen wie z.B. DPOE und TEOAE) für Neugeborene erlauben uns die recht sichere Beurteilung des Hörvermögens Ihres neugeborenen Kindes.

Ein grober Hörfehler, der ggf. eine frühzeitige medizinische Fördermaßnahme erfordern würde, lässt sich so erkennen.

Die Grundlage einer möglichst guten Sprachentwicklung wird dadurch möglich und spätere Entwicklungseinschränkungen können vermieden werden.

Während der Kindergarten- und Schuljahre gewährleistet das fehlerfreie Hören einen sicheren Erwerb schulischer Inhalte und eine gute soziale Integration.

Unsere spielerischen und bildervermittelten, kindergerechten Hörteste (Kinderaudiometrie) erlauben die Überprüfung des Hörvermögens auch in frühen Kinderjahren. Ein Flüssigkeitsverhalt im Mittelohr (Paukenerguss) infolge einer vergrößerten Rachenmandel („Polypen“) führt im Kleinkindes-und frühen Schulalter oft zu anhaltenden oder wiederkehrenden Hörproblemen, die ein Lern- und Entwicklungsdefizit mit sich bringen.

Auch in diesem Fall steht am Anfang einer jeden erfolgreichen Therapie die frühzeitige Diagnostik, wie Sie Ihnen bei uns mittels spezieller Druck- und Reflexmessungen des Mittelohres (Tympanometrie; Stapediusreflexmessung) sowie einer direkten Überprüfung des Tongehörs (Tonaudiometrie) ermöglicht wird. Eine sich erst spät darstellende Hörstörung des Innenohres oder gar eine Einschränkung des Sprachverständnisses sollte erkannt und ein fehlerhaftes Verstehen regelmäßig kontrolliert werden. So lassen sich schulische Leistungseinbrüche durch ein begrenztes Hörvermögen frühzeitig vermeiden.

Während der Arbeitsjahre ist fehlerfreies Verstehen im Umgang mit den Vorgesetzten und Arbeitskollegen eine zwingende Grundlage für das eigene fehlerfreie Handeln und stellt die Basis für den beruflichen Erfolg dar.

Eine regelmäßige Überprüfung des eigenen Sprachverständnisses mittels Ton- und Sprachhörtest im Sinne einer Vorsorgeuntersuchung kann zum Erhalt Ihres Arbeitsplatzes beitragen. Folgen einer gehörschädigenden Lärmeinwirkung am Arbeitsplatz lassen sich ebenfalls frühzeitig erkennen und eine weitere Verschlechterung vermeiden.

Eine fehlerfreie Kommunikation ist auch bedeutsam in den späteren Lebensabschnitten. Aus verschiedenen Gründen kann sich eine einstellende Hörminderung im höheren Lebensalter schnell zu einem sozialen Rückzug führen.

Man fühlt sich nicht mehr voll leistungsfähig, was wiederum beim Betroffenen den Eindruck erweckt, nicht mehr vollständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Der Rückgang von sozialen Kontakten und auch eine Abnahme körperlicher

Aktivität sind oft die Folge. Mit Hilfe einer ausführlichen Hördiagnostik und einer individuellen Beratung begleiten wir Sie gerne bei der Überlegung über die Notwendigkeit einer Hörhilfe.

Ohren – Diagnostik

Die Ableitung der Otoakustischen Emissionen (TEOAE, DPOAE) ermöglicht als einfach durchzuführende und nicht belastende Untersuchung eine frühzeitige Auskunft über das Hörvermögen von Säuglingen. Grobe Hörstörungen lassen sich erfassen. Eine Auskunft über das Feingehör ist in diesem Alter noch nicht möglich.

Standardhörtest ist die Tonaudiometrie, bei der die Wahrnehmung von Tönen in variierender Lautstärke gemessen wird. Dies erfordert die aktive Mitarbeit des Patienten und damit ein gewisses Alter und eine gewisse Reife.

Mit Hilfe der Sprachaudiometrie wird das Verstehen von Einsilbern und einsilbigen Zahlwörtern festgestellt. Dies ist wichtig für die Einstufung des Verstehens im Alltag und eine mögliche Versorgung mittels Hörhilfe.

Die Tympanometrie gibt Auskunft über den Mittelohrdruck und ggf. bestehende Funktionseinschränkungen im Mittelohr. Sie stellt eine wichtige Ergänzung der Tonaudiometrie dar und ist schnell und ohne Belastung durchzuführen.

Bei der Stapediusreflexmessung wird die reflexvermittelte Funktion eines kleinen Mittelohrmuskels beurteilt. Zur Einstufung von Mittelohrerkrankungen aber auch bei der Diagnose von Hörnervenerkrankungen und Gesichtsnervenstörungen erlangt diese Untersuchungsform besondere Bedeutung. Sie erfordert keine große Mitarbeit und ist schnell und belastungsfrei durchzuführen.

Ernst zu nehmende, jedoch recht seltene Erkrankungen führen in einigen Fällen am Hörnerven zu Funktionsverlusten des Hörvermögens, zu Schwindel oder Tinnitus. Dies kann mittels Hirnstammaudiometrie (BERA) ausgeschlossen werde. Bei dieser umfangreicheren Messung wird die elektrische Reaktion des Hörnerven auf einen akustischen Reiz gemessen.

Dies geschieht mittels Kopfhörer und mehrerer am Kopf befestigter Elektroden. Die sehr empfindliche Messung ist zwar langwieriger aber in keinster Form belastend.

Die Verwendung von bildergesteuerten Hörtesten bzw. die eher spielerische Erfassung des Hörvermögens erlaubt in der Kinderaudiometrie in Ergänzung zur den Otoakustischen Emissionen eine orientierende Auskunft in den Kinderjahren, in denen die Umsetzung einer Tonaudiometrie noch am kindlichen Entwicklungsstand scheitert.

Schwindel

Der Schwindel gehört zu häufigen Beschwerden in der ärztlichen Praxis. Bis zu 20% aller Erwachsenen leiden zeitweilig an Schwindel.

Im Alter nimmt die Häufigkeit sogar noch zu. Entsprechend vielfältig sind die ursächlichen Krankheitsbilder. Schwindel entsteht nicht selten durch Störungen am Gleichgewichtsorgan und Innenohr. Hier sind insbesondere der Morbus Meniere, die Neuropathia vestibularis, der gutartige Lagerungsschwindel, das Akustikusneurinom und der Felsenbeinquerbruch zu nennen. Auch die akute und chronische Mittelohrentzündung können zu Gleichgewichtsstörungen führen.

Therapeutisch werden die Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans entweder medikamentös oder mit gezielten krankengymnastischen Übungen behandelt. Beim gutartigen Lagerungsschwindel können auch bestimmte Lagerungsmanöver zur sofortigen Beschwerdefreiheit führen.

Nur in seltenen Fällen sind operative Behandlungsformen indiziert.

Schwindeldiagnostik

Die diagnostische Abklärung erfordert dabei nicht selten die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachdisziplinen. Neben der Inneren Medizin, Neurologie, Orthopädie liefert die HNO-Heilkunde einen wichtigen Beitrag zur Diagnostik und Therapie des Schwindels.

Am Anfang der Diagnostik steht die genaue Anamneseerhebung. Mit dem Begriff Schwindel werden nämlich verschiedene Symptome wie Drehen, Fallneigung, Schwanken, Höheangst, Taumeligkeit, Gang- und Standunsicherheit, aber auch Leere im Kopf und drohende Ohnmacht bezeichnet.

Ebenso liefern Angaben über Dauer und Intensität des Schwindels sowie mögliche Begleitsymptome weitere wichtige Hinweise für eine Diagnose. 

Eine weitere sorgfältige HNO-ärztliche Untersuchung kann dann eine Erkrankung und Störung des Gleichgewichtsorgans aufdecken. Hierzu werden in unserer Praxis folgende Untersuchungen durchgeführt: